Dr. med. Höflich - Allgemeinmedizin in Bensheim

Natürliche Hormonersatztherapie

für Frauen und Männer

 

Wechseljahrs- bzw. klimakterische Beschwerden werden durch die Veränderung der Hormonsituation im mittleren Lebensalter ausge-

löst. Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit, Gelenk-

schmerzen, Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen, Hautprobleme und viele weitere gesundheitliche Probleme sind häufig Symptome eines Hormonmangels. Ca. ein Drittel aller Frauen (und auch ein Teil der Männer – s. u.) leiden so stark unter klimakterischen Beschwerden, dass sie behandelt werden müssen.

Nach eingehender Diagnostik (u. a. Erstellung des aktuellen Hormon-

status) und Beratung wird ein individueller Behandlungsplan erstellt. Dabei werden bei entsprechender Befunderhebung u. a. natürliche bzw. bioidentische Hormone verordnet.

Natürliche (bioidentische) Hormone statt künstlicher Hormonersatztherapie – Wirkung ohne Nebenwirkung

Wir sind es von der Schulmedizin gewohnt, dass ein Präparat, das eine „Wirkung“ zeigt ,auch „Nebenwirkungen“, d.h. unerwünschte Wirkungen hat, und wir uns schwer vorstellen können, dass es wirksame natürliche Hormonpräparate ohne unerwünschte Wirkungen gibt. Und doch ist dies der Fall.

Bereits vor einigen Jahrzehnten wurden in vielen Pflanzen hormon-

ähnliche Stoffe entdeckt und verwertet. Eine der Pioniere war die englische Frauenärztin Dr. Katharina Dalton. Sie entdeckte vor mehr als dreißig Jahren die Bedeutung des Progesterons bei den Beschwerden vor der Regel, dem sogenannten PMS (prämens-

truelles Syndrom), und behandelte ihre Patientinnen mit natürlichem Progesteron mit großem Erfolg.

Der amerikanische Arzt Dr. John R. Lee arbeitete in den USA mit natürlichem Progesteron aus der Yamswurzel und behandelte seine Patientinnen fast dreißig Jahre damit bei Wechseljahrsbeschwerden, Regelstörungen und Osteoporose.

Der Gynäkologe Dr. Volker Rimkus aus Mecklenburg-Vorpommern forschte einige Jahre an der Kieler Universität und entwickelte das alternative Therapiekonzept einer hormonellen Behandlung in den Wechseljahren, die „Rimkus-Methode“ für Frauen und auch Männer (s. u.), wobei er ausschließlich naturidentische Hormone empfiehlt.

 

Hormone, Botenstoffe im Körper, haben vielfältige und wichtige Aufgaben, die uns häufig erst dann bewusst werden, wenn sie fehlen.

Gemäß der „Amerikanischen Studie zur Frauengesundheit unter Hormonersatztherapie“ (Women“s Health Initiative, WHI), also der Einnahme von künstlichen Hormonen in den Wechseljahren, 2003 öffentlich wurde, kommt es hierunter zu gehäuften Herzinfarkten, Brustkrebs, Gebärmutterkrebs und Schlaganfällen!

Natürliche, aus Pflanzen gewonnene bioidentische Hormone übernehmen im Körper eine Vielzahl von Funktionen, die synthetische Hormone gar nicht übernehmen können. Synthetische Hormone sind somit nicht mit natürlichen Hormonen gleichzusetzen, zudem alle synthetischen Hormone Nebenwirkungen (siehe Beipackzettel) haben.

 

Das Geheimnis einer erfolgreichen Behandlung der Beschwerden vor der Regel und in der Menopause  heißt: natürliche, aus der Pflanze gewonnene Hormone.

 

Natürliches Progesteron und seine Wirkungsweise

Das natürliche Progesteron ist unverzichtbar im Körper. Es ist ein Gegenspieler zum Östrogen und das erste Hormon, das im weib-

lichen Körper absinkt. Oft liegt schon im Alter zwischen 30 und 40 ein Ungleichgewicht der beiden Hormone vor mit einer „Östrogen-

dominanz“, was die häufigen und vielfältigen Probleme der Frauen gerade in diesen Jahren erklärt, wie z. B. Zysten in der Brust und in den Eierstöcken, Myome in der Gebärmutter, heftige und verlängerte Regelblutungen, Brustspannen, PMS, Blasenprobleme und Gemütsschwankungen.

Naturidentisches Progesteron wird aus dem Diosgenin der wilden Yamswurzel gewonnen bzw. hergestellt.

  • Wirkt bei Beschwerden vor der Regel (Prämenstruelles Syndrom oder PMS)
  • Wirkt bei Brustspannen, Zysten in der Brust und in den Ovarien und gegen Myome in der Gebärmutter
  • Lindert Wechseljahrsbeschwerden
  • Wirkt als natürliches Antidepressivum, ist psychisch ausgleichend und stabilisierend
  • Hat eine antithrombotische Wirkung und reduziert die Gefahr von Schlaganfällen und Embolien
  • Fördert die Diurese, d. h. wirkt ausschwemmend und reguliert so Ödeme und hohen Blutdruck
  • Verbessert die Schildrüsenunterfunktion, indem es die Hormonverwertung verbessert
  • Fördert die Gewichtsabnahme, indem es die Energiegewinnung aus Fettgewebe unterstützt
  • Schützt vor Brust- und Gebärmutterkrebs
  • Ist ein physiologischer Cholesterinsenker
  • Verbessert die Konzentrations- und Gedächtnisleistung
  • Verbessert den Schlaf und die Schlafqualität
  • Wirkt knochenaufbauend und bessert die Osteoporose
  • Wirkt Gefäßwand stärkend und verbessert auch Venenbeschwerden
  • Hat eine schmerzreduzierende Wirkung
  • Schützt vor Altersdiabetes
  • Stimuliert das Wachstum der Kopfhaare
  • Reguliert die Libido und Potenz
  • Hat im Gegensatz zu künstlichen Hormonen keine unerwünschten Wirkungen und Kontraindikationen
  • u.v.m.

Natürliches Östradiol und seine Wirkungsweise

Auch das natürliche Östradiol wird, ebenso wie das natürliche Progesteron, aus dem Diosgenin der wilden Yamswurzel gewonnen. Die positive Wirkungsweise des naturidentischen Östradiols ist vielfältig.

 

  • Wirkt antioxidativ und ist ein „Fänger freier Radikale“
  • Schützt vor Gefäßwandverkalkungen und Herzinfakt  
  • Erhält die kognitiven Gehirnfunktionen
  • Reguliert die Temperatursteuerung im Körpers (Hitzewallungen, Schweißsekretion)
  • Reguliert den Fettstoffwechsel
  • Verbessert die Insulinwirkung
  • Hat eine antidepressive Wirkung
  • Stimuliert den Kollagen- und Knochenstoffwechsel
  • Ist ein Schutzfaktor für Haut und Schleimhäute
  • Erhält in Kombination mit Progesteron die Immunabwehr
  • Fördert zusammen mit Progesteron die natürlichen Schlafmechanismen
  • Vermindert das Risiko für „grauen Star“
  • Erhält die Libido
  • Schützt vor androgenetischem Haarausfall
  • Vermindert die Geschwindigkeit des Alterns und erhält die Lebensqualität und die Gesundheit im Alter
  • u.v.m.

Auch bei der Verwendung von naturidentischem Östradiol kann es zu keinen Nebenwirkungen kommen, wenn die Idealbereiche beachtet und durch Messungen kontrolliert werden.

 

Die Wechseljahre des Mannes

Auch das Hormonsystem des Mannes ist Alterungsprozessen unterworfen. Die Erkenntnis, dass auch Männer „Wechseljahre“ haben, die sogenannte Andropause, ist noch relativ jung.

Gewichtszunahme (v. a. im Bauchbereich), Erschlaffung der Muskulatur, Leistungsabfall, Antriebsverlust, chronische Müdigkeit, nächtliches Schwitzen, Schlafstörungen, Libidoverlust, Potenz-

störungen, depressive Verstimmung, Gereiztheit, Denk- und Merk-

störungen können Anzeichen eines beginnenden oder zunehmenden Hormonmangels sein.

Die neue „Männermedizin“ beginnt mit einer ausführlichen Anamnese und gezielten Labordiagnostik (u. a. Vitalstoffe, Hormone, Prostataparameter).

Die Tendenz, Frauen mit natürlichen bzw. naturidentischen Hormonen zu behandeln, so dies erforderlich ist, ist steigend. Die Ergebnisse der großen Hormonstudien der letzten Jahre, die uns zeigten, dass künstliche Hormone mit großen Risiken für die Gesundheit verbun-

den sind und auch zu Tumorerkrankungen etc. führen können, sollten auch bei Männern mit Beschwerden und entsprechendem Hormon-

mangel dazu führen, dass nur mit naturidentischen Hormonen behandelt wird.

Es gibt auch hier Pioniere, die zum Teil unter lautem Protest der ärztlichen Kollegen das Wagnis eingingen, sich selbst und Patienten mit starken Beschwerden bei Hormondefiziten mit naturidentischen Hormonen zu behandeln.

Die Ergebnisse sind sehr gut und vielen Männern wurde so in den letzten etwa 10 Jahren der Lebensmut, Vitalität und Lebensqualität zurückgegeben.

 

Die Grundregeln für die Hormontherapie für Frauen gelten auch für Männer.

  • Nur zu behandeln, wenn ein hormonelles Defizit vorliegt.
  • Nur mit bioidentischen, natürlichen Hormonen zu behandeln.
  • Nach vorausgegangenen Labortests zur Bestimmung der noch vorhandenen Hormone im Körper individuell zu behandeln.
  • Nur so viel und solange behandeln wie nötig.

Wichtig ist es auch, zu wissen, dass das Hormon „Progesteron“ kein rein „weibliches“ Hormon ist, sondern sowohl bei Frauen als auch bei Männern physiologischerweise vorkommt, wenn auch in unterschied-

lichen Mengen. Männer produzieren Progesteron in den Nebennieren und in den Hoden. Es wirkt sich nicht feminisierend, d. h. verweiblichend auf den männlichen Körper aus.

 

Prostataprobleme

Gutartige Vergrößerungen der Prostata sind bei Männern ab dem 50. Lebensjahr ein häufiges Problem, was durch die veränderte Hormon-

situation begünstigt wrid. Sind Östrogen (auch diese Hormon existiert physiologischerweise beim Mann), Progesteron und Testosteron im Gleichgewicht, dann werden Prostatavergrößerungen und -tumoren verhindert oder bilden sich zurück. Somit ist bei ausgeglichener Hormonlage auch ein Schutz vor Prostataerkrankungen gegeben.